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Referent:innen

Naturwissenschaftler-Hirn meets Künstler-Herz: Marvin Meinold moderiert Veranstaltungen mit Leichtigkeit und Leidenschaft.

Der Bielefelder Moderator mit M. Sc. in Naturwissenschaftlicher Informatik in der Tasche, verpflichtete sich 2011 dem Vollzeit-Bühnenleben: Als künstlerische Leitung des Impro- und Business-Theaters „Die Stereotypen“ (Bielefeld), von 2012-2019 als Mitglied im renommierten Ensemble der „Springmaus“ (Bonn), als Humortrainer im Team des Deutschen Instituts für Humor (Leipzig) oder in zahlreichen anderen Projekten war er seitdem immer auch auf der Suche nach Crossover- und Tellerrand-Formaten. Seit Jahren moderiert und konzipiert er in Kooperation mit Bielefeld Marketing Wissenschaftskommunikations-Formate und freut sich auf seine Premiere beim Stadtmarketingtag in Mannheim.

 

Marvin Meinold
© Fabian Stuertz

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Elisabeth Oberzaucher studierte Zoologie an den Universitäten Wien und Würzburg. Sie promovierte in Anthropologie mit Spezialisierung auf das menschliche Verhalten. Forschungsschwerpunkte: Mensch-Umwelt-Interaktionen, nonverbale Kommunikation sowie evolutionäre Gender Studies. Die evolutionären Rahmenbedingungen die zur Entwicklung von menschlich universalen, geschlechtstypischen, sowie individuell unterschiedlichen Mustern in Wahrnehmung, Kognition und Verhalten geführt haben, stellen das Gerüst für ihre Forschungsaktivitäten dar. 2016-17 Professorin für Gleichstellung, Adaptivität und Vielfalt. Sie lehrt an der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Angewandte Kunst in Wien, ist wissenschaftliche Direktorin des Forschungsinstitutes Urban Human, Präsidentin der International Society for Human Ethology und Mitglied der Science Busters. Seit 2019 Mitglied des Beirats der Seestadt Aspern. Ihr Buch „Homo urbanus, ein evolutionsbiologischer Blick in die Zukunft der Städte“ wurde als Wissenschaftsbuch des Jahres 2018 nominiert. www.oberzaucher.eu

THESENPAPIER

Die Evolutionsgeschichte hat Spuren in Anatomie, Wahrnehmung, Kognition und Verhalten hinterlassen. Am Prägendsten war das Leben in der Savanne Ostafrikas, deshalb wird dieses Habitat als die Umgebung Evolutionärer Angepasstheit bezeichnet. Die Ressourcenverteilung, Komplexität und sozialen Strukturen dieses Habitats unterscheiden sich massiv von urbanen Stadthabitaten. Dies führt dazu, dass die biologisch angelegten Mechanismen nicht mehr als Problemlösungsstrategien funktionieren. 

Urbanisierung ist nicht nur zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit, sondern auch im Bewältigen der Klimakrise ein essentielles Mittel. Insbesondere die Zersiedelung des Speckgürtels rund um Ballungsräume führt zu Flächenfraß, Artensterben, erhöhtem Mobilitätsbedarf und insgesamt zu gravierenden ökologischen Kosten. Deshalb ist es essentiell, die Lebensqualität in Städten zu erhöhen. Hierbei spielt das Gebäudeinnere eine untergeordnete Rolle, hingegen kann mit der Gestaltung des öffentlichen und halböffentlichen Raums gut funktionierender Stadtraum geschaffen werden. Wenn der Raum zwischen Gebäuden der Nutzung durch Menschen zur Verfügung steht, können unterschiedliche Ziele erreicht werden: Intensive Begrünung und Wasserinstallationen sorgen nicht nur für ein besseres Stadtklima, sondern schafft auch attraktive Aufenthaltsräume, durch Begegnungsmöglichkeiten entsteht sozialer Zusammenhalt, der negative urbane Phänomene wie Vandalismus und Verwahrlosung reduziert. Essentiell für das Funktionieren des öffentlichen Freiraums ist eine Neuverteilung des Stadtraums: Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat der motorisierte Individualverkehr mehr und mehr Raum eingenommen. Dieser Platz fehlt für andere Mobilitätsformen, aber auch für andere Nutzungen des öffentlichen Raums. Zudem wird durch die Omnipräsenz motorisierter Verkehrsmittel die Sicherheit beeinträchtigt, was die Attraktivität des öffentlichen Raums weiter reduziert. 

Auch aus ökonomischer Sicht ist in Ballungsräumen aktive und öffentliche Mobilität gegenüber motorisiertem Individualverkehr vorzuziehen: Die Erhaltung der Infrastruktur ist für die öffentliche Hand günstiger, und die Geschäftstreibenden profitieren von steigenden Umsätzen durch erhöhte Walkability. 

Oberzaucher
© Ingo Pertramer

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Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Andreas Kipar, ist Gründer und Kreativdirektor des internationalen Beratungs- und Planungsunternehmen LAND mit Büros in Mailand, Düsseldorf, Lugano, Wien und Toronto.

Er studierte Landschaftsarchitektur an der GHS Essen sowie Architektur und Stadtplanung am Politecnico di Milano, wo er seit 2009 Public Space and Landscape Design lehrt. Er ist ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), des Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA), der Italienischen Vereinigung der Landschaftsarchitekten (AIAPP) und des Italienischen Instituts für Stadtplanung (INU). 2007 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Zu seinen bekanntesten Projekten gehören: Strategie „Grüne Strahlen“, Porta Nuova und die Neuentwicklung des ehemaligen EXPO-Geländes MIND in Mailand; Strategie „Urbaner Freiraum“ und Krupp-Park, bestehend aus dem ThyssenKrupp HQ und der Freiheit Emscher in Essen; „Regionale Strategie für Grüne Infrastruktur“; die Renaturierung des Airolo-Tals und Cassarate River Parks in der Schweiz; Biodiversity Corridor in Saint-Laurent, Montreal; EXPO 2020 Dubai in den VAE; strategische Beratung in den Bereichen Landschaft, Infrastruktur und erneuerbare Energie sowie von der Europäischen Kommission geförderten Forschungs- und Innovationsprojekte UrbAlytics und T-Factor.

THESENPAPIER

  • EINS

EIN QUALITÄTSVOLLES LEBEN FÜR MORGEN PLANEN.

DAS FÄNGT VOR UNSERER HAUSTÜR AN

Wir müssen produktive urbane Landschaften erschließen, in denen Menschen sich in ihren sozialen Räumen aufgehoben und mit Natur verbunden fühlen.

  • ZWEI

WIE DER BEGRIFF LANDSCHAFT SICH VERÄNDERT

Von der Landschaft als ökologischem Schutzgut zum Ausdruck menschlicher Kulturtätigkeit. Nun geht es darum, auch in unseren Städten „einen neuen Landschaftsbegriff im Klimawandel auszuloten.“ (cit. Frank Lohrberg)

  • DREI

LANDSCHAFT IST ÜBERALL EIN WICHTIGER BESTANDTEIL DER LEBENSQUALITÄT DER MENSCHEN“ (Europäisches Landschaftsabkommen, Oktober 2000)

  • VIER

EIN PARADIGMENWECHSEL, DER UNSERE WAHRNEHMUNG VON LANDSCHAFT REVOLUTIONIERT

Alles ist Landschaft, deswegen heißt es nicht nur bewahren, sondern kultivieren, erneuern und zur „produktiven Landschaft“ zu entwickeln. Sie wird vom Gegenstand des Schutzes zur Triebfeder der Entwicklung.

  • FÜNF

LANDSCHAFT EIN PRODUKTIVER UND VON SOZIALEN INTERAKTIONEN GEPRÄGTER RAUM.

Im Verständnis der produktiven Landschaft hat sie etwas Aktives als lebbares und erlebbares Gut für die nächste Generation.

  • SECHS

NATUR KOMMT BEIM UMBAU VON STADT UND LAND EIN EIGENSTÄNDIGER PART ZU

In einer Zeit des steigenden Naturbedürfnisses wird die Natur Grundlage einer langfristigen Beziehungsentwicklung der Ressourcen Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna auf der einen Seite und die sozialen Beziehungen auf der anderen.

  • SIEBEN

EINE STADT DER KURZEN WEGE

Die Differenzierung von Lebensstilen führt zu neuen Chancen für eine urbane Nutzungsmischung, hin zur „15-Minuten-Stadt“ der kurzen Wege. 

  • ACHT

DIE BEVÖLKERUNG MITNEHMEN UND AUCH MIT KLEINEN PROJEKTEN VON DER NOTWENDIGKEIT DER TRANSFORMATION ÜBERZEUGEN

  • NEUN

EINE ÄSTHETIK, DIE AUF ETHIK AUFBAUT

Durch die Art, wie wir mit unserem Planeten und unseren Ressourcen umgehen, entwickelt sich eine Ästhetik, die auf Ethik aufbaut.

  • ZEHN

„VORWÄRTS ZUR NATUR“ ERSETZT „ZURÜCK ZUR NATUR“

Von der Natur aus planen, das ist der epochale Umbau: Es heißt nicht „zurück zur Natur“, sondern „vorwärts zur Natur“, in der Mensch und Schöpfung untrennbar miteinander verbunden sind.

EIN AUFBRUCH IN EINE NEUE ZEIT, IN DER WIR WIEDER TEIL DER NATUR WERDEN, DIE WIR ZULANGE ALS FREMDES VERACHTET HATTEN.

 

Andreas Kipar
© Ralph Richter

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Frank Lohrberg ist Landschaftsarchitekt und Universitätsprofessor an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen (RWTH Aachen University), wo er seit 20010 das Institut für Landschaftsarchitektur leitet. Er ist Gründer und Partner der Partnerschaftsgesellschaft lohrberg stadtlandschaftsarchitektur (Stuttgart), die bundesweit Freianlagen plant und realisiert. Zu seinen Tätigkeiten gehört die Jurorentätigkeit in Preisgerichten und die Mitwirkung in Gestaltungsbeiräten. Zur Zeit ist Frank Lohrberg Dekan der Fakultät Architektur der RWTH. Seine Forschungsschwerpunkte adressieren die urbane Landwirtschaft, Grüne Infrastruktur und das kulturelle Erbe.

THESENPAPIER

Grün ist angesagt. Kein ambitioniertes Projekt der Stadtentwicklung kommt ohne ein grünes Versprechen daher: eine grüne Mitte, ein Platz unter Bäumen, Sitzstufen zum Fluss oder gar Gewächshäuser auf dem Dach. Grün ist angesagt, nicht zuletzt, weil die vergangenen Hitzesommer aufgezeigt haben, wie schlecht unsere betonierten Städte auf den Klimawandel vorbereitet sind. Grün verspricht aber auch einen sozialen und kulturellen Mehrwert. Man trifft sich im Grünen, gärtnert gemeinsam und sucht gerade in grünen Stadträumen Antworten auf die Fragen nach der Stadt der Zukunft.

Wo das Versprechen groß ist, lauert auch die Enttäuschung. Es bedarf daher eines genaueren Blicks auf das Mögliche und wie wir es erreichen können. Noch immer hat das Auto unsere Städte fest im Griff, noch immer haben wir Angst vor der Lebendigkeit, die das Grün mit sich in unsere Städte bringt. Mehr Grün werden wir daher nur erreichen, wenn wir auf das Auto verzichten, zu Fuß die Stadt erkunden und uns verabschieden von dem Wunsch nach einfachen, technischen Lösungen und ihren gleichmachenden Regelwerken. Grün wirkt nicht nur, Grün wächst und vergeht auch. Eine grüne Stadt muss man daher nicht nur als Infrastruktur, sondern auch als lebendigen Ort – als einen Garten - verstehen.

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Léon van Geest is educated as an industrial design Engineer at the Technical University in Delft. After working as an Design Engineer he started in 2001 a (architectural) guided tour company in Rotterdam when there was none, because Rotterdam was not a touristic city at all.
He helped give birth to some remarkable cultural initiatives like guided tours over construction sites with cultural performances and a cultural festival on all 24 floors of an empty inner city skyscraper.
He founded the Rotterdam Rooftop Days in 2014 and is still director, now together with Nikki Kamps.
Rotterdams Rooftop Days won several international, national and local prizes because of its innovative character: a International Festival & Events Association Pinnacle Award, a Dutch Event Award and the Rotterdam Marketing Award)
Léon also works as a moderator and speaker in de cultural and build environment fields and has a position on the board of several NGO‘s.

PROJEKTBESCHREIBUNG

The use of rooftops can help cities with better biodiversity, fight climate change, speed up the energy transition and find new public space for their residents and visitors in densified areas.
Léon van Geest is director of the Rotterdam Rooftop Days (Rotterdamse Dakendagen), which yearly organizes a weekend festival in which over 60 inner city rooftops are opened up and programmed for a wide audience to visit and experience the benefits and potential of rooftop use.
They also make large scale temporary rooftop interventions which can be visited for a month. This spring there was a kilometer long yellow footpath alongside 40 big artworks on top of a shopping mall. And last year they connected several inner city rooftops with sky bridges, which attracted over 200.000 paying visitors.

The Rotterdam Rooftop Days is a non profit and non governmental foundation, which is funded by audience revenues, the municipality, national (private) funds and sponsoring.
Following the Rotterdam Rooftop Days, there are now also rooftop events in cities such as Hamburg, Paris, Marseille, Amsterdam, Antwerp, Rome, Barcelona and Faro to inspire these municipalities and their residents to use rooftops for making better cities.

Referntinnen
© Fred Ernst
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Claire Neidhardt hat einen Abschluss als Diplom-Kauffrau (FH) in Internationaler Betriebswirtschaftslehre sowie im Tourismus-, Event- und Hospitalitymanagement vorzuweisen. Zudem hat Sie 2011 einen Master im Finanzmanagement an der FernUniversität Hagen absolviert. Seit 2008 ist sie bei der Stadt Krefeld im Bereich Stadtmarketing tätig, wo sie zunächst im Projektmanagement und Controlling arbeitete. 2017 wurde sie stellvertretende Leiterin des Stadtmarketings und 2020 Leiterin des Fachbereichs Stadtmarketing der Stadt Krefeld.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Krefelder Wanderbad – Pop-Up-Pool in besonderer Kulisse

Schwimmkurse, Freizeitschwimmen, Aqua Cycling oder Hundeschwimmen in historischer Burganlage, auf dem zentralen Kirchplatz oder dem historischen Marktplatz mit dem Ziel den urbanen Raum neu zu entdecken, mehr Möglichkeiten für Schwimmkurse zu schaffen und eine schnelle Erfrischung an heißen Tagen gewähren zu können – darum ging es beim Kooperationsprojekt des Wanderbades im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten zur 650 Jahrfeier in Krefeld. In den Sommermonaten wurde ein mobiles Schwimmbecken 13 mal 18 Meter mit einer Tiefe von 1,25 Meter samt Umkleidekabinen, Duschen und Aufenthaltsbereich an unterschiedlichen bewusst gewählten Standorten für jeweils 2-3 Wochen platziert und täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Das Nutzungskonzept hat Seepferdchen-Schwimmkurse, Fitness- und Cyclingkurse sowie öffentliche freie Schwimmzeiten vorgesehen.

Die Umsetzung erfolgte durch ein Zusammenspiel von öffentlichen, privaten und Ehrenamtsstrukturen (Stadt, Stadtsportbund, Schwimmverein und DLRG).

 

Neidhardt
© Simon Erath
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Michael Schnellbach wurde 1964 in Heidelberg geboren, er ist verheiratet und hat zwei Töchter (25 und 26 Jahre alt). Nach Abschluss seines Studiums als Diplom-Verwaltungswirt ist Schnellbach seit 1989 Mitarbeiter im Konzern Stadt Mannheim. Seit April 2014 ist er Geschäftsführer der Bundesgartenschau Mannheim 2023 gGmbH, zunächst im Nebenamt und seit Oktober 2017 im Hauptamt. Seit Januar 202 ist er zudem Mitgeschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH. Michael Schnellbach war 28 Jahre lang aktiver Rugby-Spieler, davon 16 Jahre in der ersten Bundesliga. Seit 2011 ist er ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Rugby-Verbandes und verantwortet den Leistungssport.

THESENPAPIER

Fällt der Begriff „Bundesgartenschau“ denkt man zunächst an blühende Blumenbeete, üppige Vegetation, gewachsene Baumbestände und satte, grüne Rasenlandschaften. In der Vergangenheit trugen die Gartenschauen dazu bei, den Städten ihre Parks wiederzugeben oder sie instand zu setzen. Inzwischen ist es für die Städte jedoch sowohl aus wirtschaftlichen als auch aufgrund fehlender stadtnaher Flächen, die in Parks verwandelt werden können nicht mehr möglich, Bundesgartenschauen im traditionellen Sinn zu gestalten. Bei den aktuellen BUGAs handelt es sich vielmehr um Freiraumentwicklungsprozesse im Rahmen einer umfassenden Stadtplanung. Nachhaltige Stadtentwicklung ist auch bei der BUGA23 das zentrale Thema. Neben dem bereits existierenden Luisenpark, der für die letzte Mannheimer Bundesgartenschau 1975 entstanden ist, war die Umwandlung des ehemaligen Kasernengeländes der US-Amerikaner die große Herausforderung für die aktuelle Bundesgartenschau. Die Konversionsfläche wurde 2020 der Stadt Mannheim übergeben und binnen kurzer Zeit wurde das neue Spinelli-Gelände gestaltet. Von der Kaserne zum Erholungsgebiet lautet das Motto. Wo einst Beton, Panzerhallen und riesige Lagerflächen für Militärfahrzeuge und Kampfausrüstung das Bild prägten, haben sich inzwischen seit Beginn der BUGA über 1,8 Millionen Besucher an der Ausstellung erfreut. Mehr als 62 Hektar Fläche wurde entsiegelt, die weiten Grünflächen mit ihren klimaresistenten Pflanzen und vielen unterschiedlichen Ausstellungsbeiträgen bilden ein völlig neues Landschaftsbild. Die Bereiche Energie, Klima, Umwelt und Ernährung stellen die Grundlagen für die Umsetzung der BUGA dar und werden unter anderem in eigens konzipierten Themengärten zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen (sustainable development goals) präsentiert. Auch nach Ende der BUGA soll ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit das Gelände als Naherholungsgebiet erhalten bleiben. Die Mannheimer profitieren zudem von weiteren nachhaltigen Maßnahmen im Rahmen der BUGA, wie beispielsweise der neue Radschnellweg sowie die Frischluftschneise, mit der bereits eine Abkühlung von 3-4 Grad Celsius in den Nachtstunden erwirkt werden konnte. Die BUGA23 hat ein klares Ziel: Sie will die nachhaltigste BUGA werden und das Leben in Mannheim über das 178 Tage dauernde Großevent hinaus positiv beeinflussen.

Michael Schnellbach
© Daniel Lukac
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Karmen Strahonja ist in zwei Welten zu Hause: Als Strategin hat sie die Marken globaler Unternehmen gestaltet und fit für die Herausforderungen der Zukunft gemacht. Als Beraterin beschäftigte sie sich intensiv mit dem politischen und gesellschaftlichen Wandel an der Schnittstelle von Gesellschaft, Unternehmen und Politik beschäftigt.

Sie ist seit 2015 Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH und für die Strategie der Stadtmarke verantwortlich. Mit Projekten wie der Mannheim Music Week, dem Innovationsfestival innomake! und der Talentplattform mannheim.my.future hat sie Formate entwickelt, die archetypisch für eine ganzheitliche, nachhaltige und sozial gerechte Stadtentwicklung stehen. Sie leitet seit 2021 die neu gegründete Tourismus Stadt Mannheim GmbH und ist im Vorstand der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing.

Karmen Strahonja

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Ralph Kindel, selbständiger Projektmanager für Großprojekte, Veranstaltungen und Events der öffentlichen Hand, ist ein Kind des Essener Südens. Seit über 20 Jahren konzipiert, plant und realisiert der studierte Kommunikationswissenschaftler dabei Projekte im öffentlichen Raum und für den öffentlichen Sektor. Beispiele seiner Projekte sind die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 (Leitung Veranstaltunsgmanagement, Sperrung der A40 auf 60 km für das Projekt Still-Leben), der Geburtstag der Stadt Karlsruhe mit dem Festival KA 300 im Jahr 2015 sowie die Grüne Hauptstadt Europas Essen 2017 oder die Sommerkonzerte der Landesregierung Nordrhein-Westfalens seit 2012.

Das Suchen und Finden von Wanderrouten vor der eigenen Haustür bedeuteten schon lange einen Ausgleich zu seinem beruflichen Umfeld. Im Jahr 2017 erlebten die Urbanen Steige auf Essener Stadtgebiet mit dem BaldeneySteig ihre Premiere, mittlerweile erfreut sich der Wanderer in Essen an drei weiteren Steigen: Kettwiger Panoramsteig, ZollvereinSteig und DeilbachSteig. Als Autor veröffentlicht Kindel zu den Steigen auch mittlerweile drei Bücher, die das Urbane Wandern in Essen erlebbar und erfahrbar machen: „Urbane Steige in Essen. Der BaldeneySteig und der Kettwiger Panoramasteig.“ / „Grüne Routen. Urbanes Wandern rund um Essen.“ / „Heimat erwandern. Der ZollvereinSteig.“

PROJEKTBESCHREIBUNG

Urbane Wandersteige Essen – Heimat erwandern

Wenn man das Ruhrgebiet und die Großstadt Essen denkt, dann sind Wanderwege und Natur vielleicht nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt. Dennoch ist Essen drittgrünste Stadt Deutschlands und war Europas Grüne Hauptstadt 2017. Ralph Kindel hat die Grüne Hauptstadt Europas organisiert und vermarktet und zeichnet sich für die Schaffung mehrerer urbaner Wanderwege auf dem Stadtgebiet verantwortlich. Von alten Zechen in die Natur. Er stellt uns vor, wie Natur und Stadt verbunden werden können. Historisches, Alltagsgeschichten oder Kuriositäten zu erzählen, sind dabei der Ausgangspunkt bei der Findung eines neue Steiges. Urbane Wanderungen sind ein Stück erwanderbare Stadtgeschichte, und können so dabei helfen, der Stadt eine neue unbekannte Erzählfacette zu geben.

Ralph Kindel

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Dustin Heip ist seit 2022 Citymanager der Stadt Andernach. Dort ist er unter anderem mit der Koordination und Umsetzung des Bundesförderprojekts „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ sowie dem Landesförderprojekt „Innenstadtimpulse“ betraut. Ziel der Förderprojekte ist es, neue Anreize zur Innenstadtbelebung zu schaffen und gleichzeitig vorhandene USPs wie die „Essbare Stadt“, den „First Friday“ sowie Andernach als touristische Destination zu stärken. Zuvor war Dustin Heip als Marketingmanager im Consulting tätig und begleitete hierbei verschiedene Unternehmen vom Kleinbetrieb bis zum Großkonzern in ihrer digitalen Markenbildung und Positionierung am Markt. Seinen Bachelor of Arts absolvierte Dustin Heip an der Universität Koblenz-Landau im Fachbereich Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Medienwissenschaften.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die "Essbare Stadt" Andernach

Pflücken erlaubt statt Betreten verboten!

Die Stadt Andernach möchte ihre Grünflächen langfristig als grüne und nachhaltige Stadt lebendig und vielgestaltig entwickeln. Hierbei stehen vor allem Aspekte der Nachhaltigkeit, der Biodiversität und der urbanen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Neben der attraktiven Gestaltung der Grünflächen der Stadt sollen diese gleichzeitig im Sinne einer Multifunktionalität ökologische, ökonomische und auch ästhetische Funktionen gleichermaßen unterstützen. Erklärtes Ziel der Umgestaltungen ist es, zukünftig die städtischen Grünflächen der Stadt wieder erlebbarer zu machen. Hierbei soll das städtische Grün nicht nur für die Augen, sondern auch durch Duft und Geschmack erlebbar gestaltet werden. 

Die Konzepte und Aktionen hatten in den vergangenen Jahren bis heute einen großen Wiederklang in Presse, Fernsehen und Rundfunk gefunden. In einer Vielzahl von Führungen und Seminaren konnte die Konzeption der „Essbaren Stadt Andernach“ erläutert und ausgebaut werden. Mit dem nachhaltigen Konzept der Grünraumplanung nahm Andernach wieder an dem Wettbewerb ‚Entente Florale’ teil. Das Ergebnis: Wieder gab es die Goldmedaille. 

Besonders ist hervorzuheben, dass in diesem Wettbewerb Entente Florale ausschließlich Projekte vorgestellt werden, welche langfristig und nachhaltig das Lebensgefühl in der Stadt verbessern.

Dustin Heip

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Dr. Jennifer Schulz ist Diplom-Ingenieurin der Landschaftsplanung und schloss Ihr Studium an der Technischen Universität Berlin 2005 mit einer Arbeit zur Regenera­tion ökologischer Funktionen durch kom­plexe Agroforstsysteme ab. Anschließend spezialisierte sie sich als selbstständige Landschaftsplanerin auf die Planung von Waldgärten. Außerdem forschte sie zur Planung multifunktionaler Landschaftsres­taurierung und promovierte 2014 an der Technischen Universität München.

Seit 2015 arbeitete sie teils als Wissen­schaftlerin an der Universität Potsdam, teils als Landschaftsplanerin und bahnte dabei das Projekt Urbane Waldgärten an. Seit Juli 2018 leitete sie die wissenschaft­liche Voruntersuchung des E+E Vorha­bens Urbane Waldgärten an der Universi­tät Potsdam, wo sie seit April 2020 das gleichnamige Verbundprojekt im Bundes­programm Biologische Vielfalt leitet.

PROJEKTBESCHREIBUNG

In dem Verbundprojekt „Urbane Waldgärten“ werden insgesamt drei modellhafte Waldgärten in Berlin und Kassel realisiert. Gefördert wird das Projekt seit April 2021 für eine Laufzeit von sechs Jahren im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Nukleare Sicherheut und Verbraucherschutz. Mit der Federführung des Kasseler Umwelt- und Gartenamtes, plant die Stadt in zwei groß angelegten Beteiligungsprozessen zwei Waldgärten und setzt diese in zwei Stadtteilen auf städtischen Flächen um. Während der Förderungslaufzeit wird das Projekt von der Universität Potsdam wissenschaftlich begleitet werden.

Ein Waldgarten besteht aus vorwiegend essbaren und nutzbaren Pflanzen, die in mehreren Schichten übereinander wachsen. Angelehnt an die klassischen Schichten in einem regionaltypischen Wald. So werden in der untersten Schicht Gemüse und Kräuter angepflanzt und darüber verschiedene Nuss‐ und Beerensträucher gesetzt. Über den Sträuchern wachsen zum Beispiel Obst‐ und Nussbäume. Die Pflanzen sollen über viele Jahre an Ort und Stelle wachsen und geerntet werden. Dadurch liefern Waldgärten nicht nur ein vielseitiges Nahrungsangebot, sondern sie erfüllen auch ökologische, wichtige klimatische sowie soziale Funktionen, als Ort der Umweltbildung und der nachbarschaftlichen Zusammenkunft.

 

Jennifer Schulz

Antonia Hille | Projektmanagerin Urbane Waldgärten| Stadt Kassel, Umwelt- und Gartenamt

Antonia Hille studierte bis 2020 an der Universität Kassel und absolvierte ihren Master of Sience in den Schwerpunkten Entwurf und Freiraumplanung. Parallel machte sie eine Weiterbildung an der Permakulturakademie Berlin und ist seit 2019 Permakultur-Designerin.

Die Stadt-Natur zu erhalten und zu fördern gehören zu ihrer Profession. Mit dem Studium der Landschaftsarchitektur und ihrer Weiterbildung verbindet sie wissenschaftlichen Anspruch mit dem systemischen und integrativen Ansatz der Permakultur. Während ihrer Mitarbeit am Projekt Animal Aided Design an der Universität Kassel trug sie zur Förderung von städtischen Kleintieren in der Freiraumplanung bei.

Seit 2021 arbeitet Antonia Hille für das Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel als Projektmanagerin des Projektes Urbane Waldgärten. In Kassel werden an zwei Standorten Waldgärten im Rahmen des Bundesprogramms leben.natur.vielfalt gebaut.

PROJEKTBESCHREIBUNG

In dem Verbundprojekt „Urbane Waldgärten“ werden insgesamt drei modellhafte Waldgärten in Berlin und Kassel realisiert. Gefördert wird das Projekt seit April 2021 für eine Laufzeit von sechs Jahren im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Nukleare Sicherheut und Verbraucherschutz. Mit der Federführung des Kasseler Umwelt- und Gartenamtes, plant die Stadt in zwei groß angelegten Beteiligungsprozessen zwei Waldgärten und setzt diese in zwei Stadtteilen auf städtischen Flächen um. Während der Förderungslaufzeit wird das Projekt von der Universität Potsdam wissenschaftlich begleitet werden.

Ein Waldgarten besteht aus vorwiegend essbaren und nutzbaren Pflanzen, die in mehreren Schichten übereinander wachsen. Angelehnt an die klassischen Schichten in einem regionaltypischen Wald. So werden in der untersten Schicht Gemüse und Kräuter angepflanzt und darüber verschiedene Nuss‐ und Beerensträucher gesetzt. Über den Sträuchern wachsen zum Beispiel Obst‐ und Nussbäume. Die Pflanzen sollen über viele Jahre an Ort und Stelle wachsen und geerntet werden. Dadurch liefern Waldgärten nicht nur ein vielseitiges Nahrungsangebot, sondern sie erfüllen auch ökologische, wichtige klimatische sowie soziale Funktionen, als Ort der Umweltbildung und der nachbarschaftlichen Zusammenkunft.

Hille

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Thomas Goldschmidt studierte in Bayreuth Geographie und ist, nach einer ersten beruflichen Station als Expansionsleiter eines Handelsunternehmens, seit 25 Jahren beruflich im Stadtmarketing aktiv.

Mit Gründung der Stadtmarketing Friedrichshafen GmbH im Jahr 2003 wurde er deren Geschäftsführer. Mit seinem Team ist er für das City-, Verwaltungs- und Standortmarketing in Friedrichshafen zuständig und verantwortet das Tourismusmarketing für Tagesgäste.

Darüber hinaus fungiert die Stadtmarketing Friedrichshafen GmbH auch als Geschäftsstelle des Stadtforums Friedrichshafen e. V., einem Förderverein mit aktuell 127 Mitgliedern aus Handel, Gastronomie und Hotellerie, Dienstleistung, Handwerk, Verbänden sowie wichtigen gesellschaftlichen Gruppen.

PROJEKTBESCHREIBUNG

Unsere Innenstädte stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Eine davon ist die Anpassung an den Klimawandel: Aufenthaltsqualität trotz heißer Sommer, das Prinzip der Schwammstadt oder Verkehrsberuhigung sind Beispiele für Aspekte, die dabei zu beachten sind. Der dazugehörige Umbau der Innenstädte ist kein Selbstläufer und bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Angefangen von der Finanzierung bis hin zu Nutzungskonflikten.

Friedrichshafen wurde als erste Stadt in Deutschland mit dem European Climate Adaptation Award ausgezeichnet. An vier gerade in der Umsetzung befindlichen Projekten in der Innenstadt werden Möglichkeiten der Klimaanpassung als auch auftauchende Schwierigkeiten beleuchtet.

Beginnend mit der Umgestaltung des Marktplatzes (Adenauerplatz) zu einer grünen Insel mit einem Hain aus Klimabäumen sollen in den kommenden Jahren weitere Plätze und Bereiche aufgewertet und klimagerechter gestaltet werden. Mehr Aufenthaltsqualität, insbesondere auch für Fußgänger, soll die Verkehrsberuhigung einer zentralen innerstädtischen Erschließungsstraße bringen. Last but not least setzt Friedrichshafen auch auf die Begrünung von Hausfassaden und geht hier bei seinem Technischen Rathaus mit gutem Beispiel voran. Der Vortrag geht dabei auch auf die Rolle des Stadtmarketings bei den einzelnen Projekten ein.

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Nach dem berufsbegleitenden Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Kooperation mit der heutigen ZEAG Energie AG in Heilbronn, war Steffen Schoch (57) über 10 Jahre bundesweit in führenden Marketingpositionen der Deutschen Zement- und Betonindustrie tätig. Hier beschäftigte er sich mit Themen der Kommunikation von Bauprojekten, Stadt- und Dorfentwicklung, ökologischem Wohnungsbau, kostenbewusstem Bauen, Landes- und Bundesgartenschauen, kommunalen Infrastrukturprojekten und insbesondere mit der Kommunikation von Bauprojekten im Zusammenhang mit der Bundeshauptstadt Berlin. Als Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH vermarktete er von 1999-2011 die größte Region des Landes Baden-Württemberg als „Region der Weltmarktführer“ und setzte – auch während seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Zukunftsregion Nordschwarzwald GmbH – innovative Events und Ideen in Regionalmarketing, Clusterbildung, EU-Förderung, Netzwerkmanagement, Gewerbeflächenvermarktung und Fachkräftegewinnung um. Bei Rochus Mummert Executive Consultants in Düsseldorf war er tätig als Personalberater und besetzte Persönlichkeiten in der 1. und 2. Führungsebene im gehobenen deutschen Mittelstand. Seit 2015 ist Steffen Schoch Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH und verantwortet mit seinem Team die Entwicklung, Steuerung und Kommunikation der Marke Heilbronn und deren Verzahnung mit zielgruppenorientierten Aktivitäten im Bereich Marketing, Events, City Management und Tourismus. Gleichzeitig ist Steffen Schoch Geschäftsführer des Verkehrsverein Heilbronn e.V, derzeit Präsident des Kiwanis-Club Heilbronn-Neckartal und vielfach ehrenamtlich engagiert. Er ist verheiratet und Vater von Zwillingen.

Steffen Schoch

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Seit Sommer 2020 leitet Jacob Sylvester Bilabel das Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit, eine spartenübergreifende Anlaufstelle für das Thema Betriebsökologie im Bereich Kultur und Medien, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Im Jahre 2009 gründete er die paneuropäischen Green Music Initiative (GMI), eine unabhängige, branchenübergreifende Denkfabrik, die als Forschungs- und Innovationsagentur für den Musik- und Entertainmentsektor europäische Netzwerkprojekte plant, begleitet und umsetzt. Aktuell entwickelt die GMI als Teil eines Konsortiums mobile Wasserstoff Brennstoffzellen für den Einsatz bei Festival, Events und Filmproduktionen.

THESENPAPIER

Deutschland hat sich vorgenommen, bis 2030 den Ausstoß an Klimagasen um 65% zu reduzieren. Erreicht werden diese Ziele nur, wenn alle ihren Teil dazu beitragen. Dabei haben beispielhafte Aktionen relevanter städtischer Akteure Vorbildcharakter für die nötige Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Das vorherrschende Narrativ des ‚Nachhaltigkeit bedeutet „Verzicht & Verbot“ lähmt und verlangsamt dringend notwendige Entwicklungen. Hier gilt es heute mehr denn je, neue Erzählungen und Erlebnisse zu entwickeln, die die gesamte Gesellschaft in diese Generationenaufgabe mit einbeziehen und diese als bewältigbar erfahrbar machen. (Innen-)Städte und ihre kulturellen Angebote können dabei eine tragende Rolle spielen. Doch bis auf bei wenigen Pionieren fehlt in der Breite das notwendige Handlungs- und Erfahrungswissen, um konkrete, spartenübergreifende Ansätze zu Energie- und Ressourceneffizienz flächendeckend umzusetzen und so für die Menschen erlebbar zu machen.

 Das Thema Nachhaltigkeit ist nicht erst seit Fridays for Future stark im Bewusstsein der Menschen. Damit verbunden ist jedoch oft die unausgesprochene Angst, dass eine klimagerechte Zukunft bedeuten könnte, ein Großteil der liebgewonnenen Errungenschaften deutlich zu reduzieren oder gar einzustellen. Es gilt daher, mit diesem Vorurteil aufzuräumen und Innovationspfade zu beschreiben, die nicht mit Verlust, sondern vielmehr mit Gewinn verbunden sind

 Der erzwungene Stillstand durch die Pandemie hat bei vielen zu einem Prozess des Hinterfragens und Umdenkens geführt. Bereits das alte Normal war keine Komfortzone – ein Zurück scheint weder wahrscheinlich noch zielführend. Vielen wird klar: das Neue Normal muss ganz anders gedacht werden. Nachhaltigkeit darf dann nicht mehr die Ausnahme, sondern sollte die Regeln sein. Nur so kann eine echte Zukunftsfähigkeit für alle gebaut werden, denn: Transformation ist ein Teamsport.

Jacob Sylvester Bilabel
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