Sonntag, 03. Mai 2026
Exkursionsprogramm
ab 15 Uhr (die Treffpunkte finden Sie in den Tourbeschreibungen)
Tour 1: Frankfurt Historisch
Tour 2: Frankfurt Kontraste
Tour 3: Frankfurt Grün
Tour 4: Frankfurt Europäisch
Tour 5: Frankfurt Global City
Tour 6: World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026
Tour 7: Frankfurt Messemetropole
Gegen 17.00 Uhr endet das Exkursionsprogramm - Pause und Zeit um nochmal ins Hotel zu gehen/einzuchecken.
Ab 19.00 Uhr Empfang und Abendessen im Kaisersaal des Rathaus Römer (Römerberg 19-27, 60311 Frankfurt am Main).
Hinweis:
Für die Teilnahme am Exkursionsprogramm bitte bei der Anmeldung das entsprechende Ticket auswählen. Kosten für das Exkursionsprogramm + Abendempfang: 89 EUR inkl. MwSt.
Die Plätze sind begrenzt und werden ggf. durch den Veranstalter nach Kapazität umverteilt.
Montag, 04. Mai 2026
Gesellschaftshaus Palmengarten, Palmengartenstraße 11, 60325 Frankfurt am Main
Tagungsmoderation: Eva-Maria Jazdzejewski, Münster Marketing
09:30
10:30
die Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, Oberbürgermeister Frankfurt am Main
die bcsd, Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd
11:05
„Innenstadt als Spiegel der Gesellschaft – Was urbane Räume morgen leisten müssen“
Innenstädte stehen exemplarisch für die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: Wie wollen wir leben, arbeiten, uns begegnen – und was gibt urbanen Räumen künftig Sinn? Der Vortrag wirft einen interdisziplinären Blick auf die Transformation unserer Zentren und zeigt, wie sie zu Resonanzräumen für gesellschaftliche Bedürfnisse, Zukunftsmut und gemeinschaftliche Identität werden.
Julia Erdmann, JES Socialtecture
11:55
„Jung, urban, wirkungsvoll – Wie Städte junge Menschen erreichen und einbinden“
Die Stadt der Zukunft wird ohne die Generationen von morgen nicht zu gestalten sein – und dennoch bleiben ihre Perspektiven in Stadtentwicklung, Beteiligung und Stadtmarketing oft unterrepräsentiert. Was erwarten junge Menschen von ihrer Stadt? Wie erleben sie öffentliche Räume, Kommunikation, Teilhabeformate oder Mobilität? Auf dem Panel wird diskutiert, wie Städte Jugendliche und junge Erwachsene nicht nur erreichen, sondern begeistern können – als Gestalter:innen, Mitdenkende und kritische Freund:innen einer lebendigen Stadt. Im Fokus stehen Haltung, Sprache, Plattformen und die Frage, wie Stadt ein relevanter Resonanzraum für junge Lebensrealitäten werden kann.
Moderation: Carsten Müller, Geschäftsführer JenaKultur
Stijn Oude Vrielink, Venue Marketing Spezialist
Luca Dobrita, Stadtschülersprecher Offenbach
13:00
Hinweis:
Alle Speisen und Getränke während der Tagung und während des Gastgeberempfangs im Gesellschaftshaus Palmengarten sind im Tagungsticket inkludiert.
14:20
„Wer zahlt die Zukunft? Kommunale Finanzen im Wandel“
Die Stadt der Zukunft entsteht nicht zum Nulltarif – doch vielen Kommunen fehlt es bereits heute an finanziellen Spielräumen. Der Vortrag beleuchtet, wie Städte mit begrenzten Haushalten dennoch handlungsfähig bleiben können, welche neuen Finanzierungsmodelle und Förderkulissen denkbar sind und warum Transformation auch eine Frage von Verteilungsgerechtigkeit und politischem Mut ist.
Dr. Kirsten Witte, Bertelsmannstiftung, Leitung Zentrum nachhaltige Kommunen
14:55
„Innenstadt neu denken – aber realistisch: Der Beitrag des Handels“
Innenstädte stehen seit Jahren unter hohem Erwartungsdruck, der sich immer mehr zuspitzt. Vor allem Aufenthaltsqualität, soziale Funktionen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sollen zugleich erfüllt werden. Der Vortrag ordnet ein, welchen Beitrag der Handel zur Innenstadtentwicklung leisten kann und wo strukturelle Grenzen liegen. Im Fokus stehen veränderte Konsumentenanforderungen, technologische Entwicklungen und ihre Folgen für Stadt und Handel.
Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Universität Siegen
15:30
16:20
Transformation betrifft alle – aber nicht alle gleich. Wie unterschiedlich sind ihre Herausforderungen tatsächlich, und wo liegen überraschende Parallelen? Was lässt sich von Pilotprojekten aus Großstädten lernen – und welche kreativen Lösungen kommen aus kleineren Kommunen, die mit knapperen Ressourcen oft besonders erfinderisch agieren müssen? Gemeinsam diskutieren wir, wie der Wandel gemeinsam gestaltet werden kann – mit Augenhöhe, Offenheit und dem Ziel, voneinander zu lernen.
Moderation: Eva-Maria Jazdzejewski
Nicolas Meyer, Oberbürgermeister Frankenthal
Luca Piwodda, Bürgermeister Gartz
17:30
19:00
Gesellschaftshaus Palmengarten, Palmengartenstraße 11, 60325 Frankfurt am Main
Hinweis:
Die Teilnahme am Gastgeberempfang ist im Tagungsticket inkludiert.
Dienstag, 05. Mai 2026
Gesellschaftshaus Palmengarten, Palmengartenstraße 11, 60325 Frankfurt am Main
09:00
09:30
Informationen folgen
Eduard M. Singer, Leiter Stabsstelle Stadtmarketing, Stadt Frankfurt am Main
10:15
10:45
„Stadt erleben statt nur besuchen – Tourismus neu denken“
Der Städtetourismus steht vor einem radikalen Wandel: Reisende suchen heute mehr als Sehenswürdigkeiten – sie erwarten Authentizität, bedeutungsvolle Erlebnisse und Überraschendes. Gleichzeitig wächst der Druck auf Städte, Aufenthaltsqualität nicht nur für Gäste, sondern auch für die eigene Bevölkerung zu sichern, Lebens- und Erlebnisraum achtsam zu verschränken. Der Vortrag wirft einen Blick auf aktuelle Trends wie hyperlokale Erlebnisse, Foodification u.a. – und zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Städte mit ganzheitlicher Strategie, kreativen Formaten und smarten urbanen Ökosystemen neue Wege gehen.
Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro
11:15
Ein Praxisbeispiel veranschaulicht, wie Städte neue touristische Erlebnisse schaffen, die sowohl Gäste als auch Einheimische ansprechen – nachhaltig, authentisch und lokal verankert. Im Mittelpunkt steht ein Ansatz, der Stadt als sinnlich erfahrbaren Erlebnisraum versteht und Tourismus als integrativen Bestandteil urbaner Identität neu denkt.
11:30
„KI - smart, digital, menschlich? – Wie Städte den Wandel mitgestalten“
Ob datenbasierte Planung, automatisierte Prozesse oder KI-gestützte Interaktion – Digitalisierung verändert die Gesellschaft und ihre Zukunft grundlegend. Dabei geht es nicht nur darum Prozesse mit KI zu beschleunigen und Technologie effizienter einsetzen, sondern vielmehr darum eine erweiterte gesellschaftliche Ethik zu schaffen, die den Werten und Normen des europäischen Humanismus entspricht und genügend Platz für Fortschrittsoptimismus bietet. In diesem Sinne kann die europäische Stadt mit ihren sozialen Bindungen und freiheitlichen Möglichkeiten für alle Bürger:innen ein wichtiger Gegenpol zur Blackbox der globalen Konzerne sein. Der Vortrag zeigt, warum es Regeln, Transparenz, Daten-Souveränität und eine ethische Intelligenz braucht, damit KI die menschlichen Werte und damit auch unsere Städte stärkt .
Prof. Dr. Markus Gabriel, Direktor Internationales Zentrum für Philosophie, Universität Bonn
12:00
13:00
„Urbaner Raum im Zielkonflikt – Lebensqualität, Mobilität und Nutzung gestalten“
Wie kann Stadtentwicklung heute gelingen, wenn Flächen knapp und Ansprüche vielfältig sind? Zwischen Handel, Kultur, Verkehr, Wohnen und Klimaanpassung müssen Städte neue Bündnisse schmieden – mit Bürger:innen, Verwaltung, Wirtschaft und Mobilitätsanbietern. Der Vortrag beleuchtet, wie sich Stadtgestaltung praktisch und partnerschaftlich umsetzen lässt: Wie kommuniziert man Veränderung, wie nimmt man Menschen mit? Wie bleiben Innenstädte für Besucher:innen aus dem Umland erreichbar – auch ohne Metropolenlogik, sondern aus Sicht der Mittelstädte und Regionen?
Christian Scheler, 1komma2, Mobilitätsexperte
13:30
An einem konkreten Beispiel zeigt der Beitrag, wie Kommunen und Stadtmarketingorganisationen Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum moderieren, integrierte Verkehrskonzepte entwickeln und Erreichbarkeit mit Aufenthaltsqualität verbinden können – pragmatisch, lösungsorientiert und jenseits ideologischer Fronten.
14:00
"Radikale Zuversicht"
Ob Barrierefreiheit, subjektives Sicherheitsgefühl oder kulturelle Zugehörigkeit – wer sich in der Stadt bewegen und beteiligen will, muss sich sicher und angesprochen fühlen. Doch viele urbane Räume werden nicht von allen gleichermaßen genutzt oder erreicht. Dieser Vortrag fragt: Wie kann Stadtgestaltung soziale Teilhabe wirklich ermöglichen? Welche Rolle spielen Licht, Sprache, Infrastruktur oder Gestaltung im Erleben von Sicherheit und Zugehörigkeit? Und was heißt es konkret, wenn Städte inklusiv, solidarisch und offen für Vielfalt sein wollen? Der Blick richtet sich auf das Alltägliche – und auf die Gestaltung einer Stadt, die niemanden ausschließt.
Lena Papasabbas, Trend- & Zukunftsforscherin
14:45
Gerold Leppa, Bundesvorsitzender der bcsd
