Herzlich Willkommen in der Digitalen Tagungsmappe der Deutschen Stadtmarketingbörse 2025.
Liebe Teilnehmerinnen, liebe Teilnehmer der Deutschen Stadtmarketingbörse 2025,
in unserer digitalen Tagungsmappe haben wir viele Informationen für Sie gesammelt. Hier finden Sie kurze Vorstellungen der Referentinnen und Referenten sowie die Liste der Teilnehmenden.
Weiter unten auf dieser Seite bekommen Sie darüber hinaus einen Überblick mit welchen Fachaussteller:innen Sie in diesem Jahr vor Ort ins Gespräch kommen können.
Neu in diesem Jahr: die bcsd-Know-How Insel
Besuchen Sie uns im ersten Stock des Foyers. Hier finden Sie unter anderem Informationen zu den Stadtimpulsen, dem Weiterbildungsstudiengang des ICR oder dem bcsd-Mentoringprogramm:
- Montag: 15:15-16:00 Uhr: Q&A zum ICR-Kompaktstudium
- Dienstag: 10:45-11:15 Uhr: Q&A zum bcsd-Mentoringprogramm
Wir freuen uns auf Sie!
Teilnehmerinformationen
Hier finden Sie die Teilnehmerinformationen zum DownloadMünster Marketing hat einen Stadtplan mit allen wichtigen Stationen der Tagung zur Verfügung gestellt:
Referent:innen
Live und leicht: In diesem Sinne verbindet Eva-Maria Jazdzejewski charmante Moderation und humorvolle Vortragskunst mit themenbezogener Live-Unterhaltung. Auf Augenhöhe mit dem Publikum sorgt sie bei Veranstaltungen mit ihrem interdisziplinären Blick auf die Bühne und hinter die Kulissen
für leichtfüßige Orientierung, ausgewogene Dramaturgie und pointierte Inhalte. Ganz gleich ob Online-Kongress, Hybrid-Event, interner Workshop oder Live-Kommunikation im öffentlichen Raum: Seit mehr als 20 Jahren begleitet Eva-Maria Jazdzejewski als Kommunikatorin und „creative mind“ Organisationen mit individuell kuratierten Kommunikationskonzepten – inspirierend, interaktiv und innovativ. Die in Münster und London ausgebildete Kulturwissenschaftlerin startete 1996 studienbegleitend als Schauspielerin in Münster ihre Bühnenkarriere. Seit Ende der 90er Jahre war sie künstlerische Leiterin des Improvisationstheaters placebotheater, dessen Professionalisierung sie später als geschäftsführende Gesellschafterin von 2005 bis 2019 leitete. Mit ihrem Ensemble, das sie mehr als 20 Jahre im Team führte, gewann sie u.a. die Kölner Gloria Crown und den ImproCup der Stadt Münster. Aus dieser reichen Expertise schöpft sie ihre kreativen und unternehmerischen Aktivitäten als Expertin für LiveKommunikation: Neben Moderationen und Workshops sind innovative und multidisziplinäre Kommunikationsformen ihre Herzenssache.
Seit 2019 ist sie Lehrbeauftragte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am Centrum für Rhetorik mit Schwerpunkt Improvisation und Kommunikation. Seit Mitte 2021 leitet Eva-Maria Jazdzejewski für die Stadt Münster im Eigenbetrieb Münster Marketing den Geschäftsbereich strategische Kommunikation und Partizipation. Dort bringt sie ihre Moderations- und Konzeptionskunst hauptberuflich für Innovation und Transformation der Stadt, ihrer Prozesse und ihrer Bewohner:innen ein.
15.09. – 16:30
Vita
Dr. Annegret Saxe ist Vorständin der Sparkasse Münsterland Ost. Hier verantwortet sie die Stabsbereiche Personal und interne Services, Vertriebsmanagement und Kommunikation sowie die Marktfolge. Zugleich hat sie die Federführung für die Querschnittsaufgabe „Nachhaltigkeit & Stakeholder“ übernommen. Sie treibt somit die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit und Diversität in der Sparkasse voran und ist davon überzeugt, dass die Basis für eine nachhaltige und gleichzeitige erfolgreiche Wertschöpfung die ernsthafte Wertschätzung aller Anspruchsgruppen ist. Nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Siemens AG, dem Studium der VWL und ihrer Promotion über Stiftungskooperationen kam sie 2012 zur Sparkasse Münsterland Ost, wo sie vielfältige Erfahrungen durch die Verantwortung für diverse Stabs- und Steuerungsbereiche sowie den Privatkundenvertrieb für eine zukunfts- und kundenorientierte Ausrichtung der Sparkasse gesammelt hat.
15.09. - 14:00 Uhr
Wie können Städte den komplexen Herausforderungen unserer Zeit begegnen, ohne sich im Klein-Klein zu verlieren? Prof. Dr. Maren Urner plädiert für einen Perspektivwechsel: Statt Silos braucht es integriertes Denken, statt Abschottung sinnvolle Kollaboration. In ihrer Keynote lotet sie aus, wie Kooperation zwischen Disziplinen gelingen kann, warum einfache Lösungen oft trügen – und warum gerade das Stadtmarketing als Brückenbauer zwischen Verwaltung und Stadtgesellschaft eine Schlüsselrolle in der nachhaltigen Transformation spielt.
Prof. Dr. Maren Urner, Professorin für Nachhaltige Transformation, FH Münster
15.09. – 14:45 Uhr
Wie gelingt Stadtentwicklung in Zeiten von Transformationsdruck, Unsicherheiten und wachsender Komplexität? Der Architekturtheoretiker und Schriftsteller Friedrich von Borries plädiert für ein radikales Umdenken: Stadtgestaltung darf nicht in den Fachlogiken der Verwaltungen stecken bleiben, sondern braucht mutige Kollaboration über institutionelle und gesellschaftliche Grenzen hinweg. In seinem Vortrag stellt er unbequeme Fragen, entwirft neue Möglichkeitsräume – und zeigt, warum ein neu verstandenes Stadtmarketing wichtiger Transformationspartner sein kann.
Prof. Dr. Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie, HFBK Hamburg
15.09. – 16:00
Die Wahrnehmung einer Stadt wird an ihren Kontaktpunkten (Touchpoints) geprägt, an denen Menschen die Stadt erleben. Das Konzept des Touchpoint-Managements, ursprünglich entwickelt, um Unternehmensmarken konsistent zu gestalten, bietet auch Städten enorme Potenziale. Dieser Vortrag beleuchtet, wie Städte ihre Kontaktpunkte gestalten können, um ein stimmiges und überzeugendes Stadterlebnis zu schaffen.
Prof. Dr. Sebastian Zenker, Copenhagen Business School
Thesenpapier
Städte kommunizieren ständig – und auf ganz unterschiedliche Weise. Vor allem auf drei Ebenen: Zum einen durch physische Kommunikation, also durch die Gestaltung und Topografie des Ortes, durch Gebäude, Infrastruktur, Veranstaltungen, aber auch durch die Menschen, die dort leben und wirken. Zweitens durch werbliche Kommunikation, etwa über Websites, Social Media, Imagefilme, oder was unsere Bürgermeisterin öffentlich sagt – also alles, was Städte gezielt nach außen senden. Drittens durch Word-of-Mouth: das, was andere Menschen über eine Stadt erzählen, ob im Gespräch, online oder in den Medien. Alle diese Berührungspunkte zwischen Stadt und Öffentlichkeit nennen wir Markenkontaktpunkte, oder „Touchpoints“. Und diese prägen – bewusst oder unbewusst – das Bild, das Menschen sich von einer Stadt machen.
Ein zentrale Problem: Eine Stadt hat davon unendlich viele. Einige davon können wir als Stadtakteure direkt gestalten, etwa eigene Kommunikationsmittel oder öffentliche Räume. Andere liegen in den Händen von Stakeholdern wie Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern, Gastronomen oder Kulturschaffenden. Unser Einfluss ist hier begrenzt – und dennoch formen auch diese Touchpoints das Bild der Stadt. Touchpoint-Management bezeichnet genau den strategischen Umgang mit dieser Vielfalt: Es geht darum, möglichst viele dieser Kontaktpunkte gezielt im Sinne der Marke aufzuladen. Denn je mehr Berührungspunkte markenkonform gestaltet sind, desto klarer und stimmiger wird das Markenerlebnis der Stadt.
Ein einfaches Beispiel zeigt, wie wirkungsvoll das sein kann: Viele Städte versenden Weihnachtskarten an ihre Stakeholder. Oft sind diese herzlich aber eben auch generisch. Die Stadt Bocholt hingegen nutzte diesen Kontaktpunkt, um ihr Profil als deutsch-niederländische Grenzstadt zu stärken – und textete ihre Weihnachtskarte bewusst auf Niederländisch. Ohne Mehrkosten wurde ein alltäglicher Berührungspunkt zu einem kleinen markenwirksamen Erlebnis. Genau hier liegt die Kraft des Touchpoint-Managements: In vielen Fällen lassen sich bestehende Aktivitäten und Kommunikationsmittel durch kleine Anpassungen so gestalten, dass sie gezielt zur Markenbildung beitragen – ohne zusätzliche Budgets, aber mit deutlich höherer Wirkung.
Touchpoint-Management ist dabei vor allem eine Denkhaltung: Alles, was die Stadt kommuniziert oder worüber andere etwas über die Stadt erfahren, kann strategisch im Sinne der Marke gestaltet werden. Dieses Werkzeug kann dabei auf zwei Arten eingesetzt werden: erstens, um die Marke mit all ihren Facetten erlebbar zu machen, und zweitens, um gezielt einzelne Themen – etwa ein Zukunftsprojekt, ein Standortvorteil oder ein städtisches Leitbild – zu inszenieren. Es lohnt sich also, Touchpoint-Management als strategisches Instrument zu nutzen. Denn es ist machbar, wirksam – und stärkt langfristig die Identität und Sichtbarkeit der Stadt.
Wollen Sie mehr erfahren? Schauen Sie doch einmal auf www.placebrand.eu vorbei oder beim bcsd e.V. Seminar “Die Stadt/Region als Marke”. Ich freue mich mit Ihnen in Kontakt zu kommen.
Vita
Prof. Dr. Sebastian Zenker ist Professor für Stadtmarketing und Tourismus an der renommierten Copenhagen Business School. Nach seiner Promotion 2010 an der Universität Hamburg zum Thema „Städte als Marken“ forschte er an der Erasmus Universität Rotterdam, bevor er 2013 nach Kopenhagen wechselte.
Prof. Dr. Zenker zählt heute zu den international führenden Experten im Stadt- und Regionalmarketing. Er veröffentlichte zahlreiche internationale Fachartikel und Buchbeiträge und wurde mehrfach international für seine Arbeit ausgezeichnet.
Seit über 15 Jahren berät er auch Städte, Gemeinden und Regionen bei ihrer Markenbildung und Marketingstrategie. Zudem leitet er seit 2014 jährlich das Seminar „Städte/Regionen als Marke“ für den bcsd e.V. – mit einem starken Fokus auf praxisnahe Lösungen.
Best-Practice-Beispiele
16.09. – 10:20 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
Mit dem Zukunftsprozess „Aachen Innenstadtmorgen“ fördert die Stadt Aachen seit 2022 eine kooperative Innenstadtentwicklung, bei der Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam auf Augenhöhe die Innenstadt gestalten. Zentrales Instrument ist die „Tool-Box für die Innenstadt“, die Beteiligungsmöglichkeiten in den Bereichen Raum, Geld und Dialog bündelt und kreative Mitmachaktionen ermöglicht – für eine lebendige, vielfältige und gemeinschaftlich entwickelte Innenstadt.
Kyra Pfeil, Citymanagement Aachen
Ausführliche Projektbeschreibung
Jeden Tag verändert sich die Aachener Innenstadt – sichtbar, spürbar, lebendig. Damit dieser Wandel gelingt, braucht es uns alle: Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung, gemeinsam und auf Augenhöhe.
Die Innenstadtmorgen-Bewegung
Im Jahr 2022 wurde daher in Aachen der Zukunftsprozess Innenstadtmorgen angestoßen. Dieser hat das Ziel, die Entwicklung der Aachener Innenstadt mit gemeinsamen Kräften aktiv voranzutreiben und den Bürger*innen einen wachsenden Rahmen zur selbstwirksamen und eigenständigen Mitwirkung zur Verfügung zu stellen.
Mit „Innenstadtmorgen“ werden die Aachener*innen selbst aktiv: Unter dem Motto „Mitmischen! Gemeinsam für die Innenstadt.“ tragen sie täglich dazu bei, dass unsere Innenstadt lebendig bleibt. Denn neben großen Projekten, Strategien und Events braucht es vor allem eines: kreative, urbane, vielseitige und spontane Impulse aus der Stadtgesellschaft selbst – von den Menschen, die Aachen ausmachen.
In der 1. Phase des Innenstadtmorgen-Prozesses (2022-2023) wurde gemeinsam mit rund 300 Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ein Leitbild für die Aachener Innenstadt entwickelt: Die Innenstadt-Charta. Aufbauend auf der Innenstadt-Charta stehen in der aktuellen 2. Phase des Prozesses (2024-2025) primär die Umsetzung konkreter Maßnahmen kollaborativer Innenstadtentwicklung sowie Kommunikationsmaßnahmen auf der Agenda, die das Kernthema und Motto der Innenstadtmorgen-Bewegung adressieren.
Einen Rahmen zur Mitwirkung schaffen und kommunizieren: Die „Tool-Box für die Innenstadt“
Mitmischen kann jede*r – und in Aachen gibt es viele Möglichkeiten!
Um die aktive Mitgestaltung durch Bürger*innen zu erleichtern und zu fördern, hat das Citymanagement der Stadt Aachen eine sog. „Tool-Box für die Innenstadt“ entwickelt. Diese dient als Sammlung bestehender Mitmach-Möglichkeiten in Form von Förder- und Unterstützungsprogrammen, um deren Bandbreite themenübergreifend transparent zu machen, Bürger*innen wirksam in Gestaltungsprozesse einzubinden und aktiv zur Mitgestaltung einzuladen.
Die Tool-Box vereint Mitmach-Möglichkeiten zunächst in drei Kategorien:
- Raum: Stadtgesellschaft erhält Platz und Raum, z.B. Leerstände, urbane Experimentierräume
- Geld: Stadtgesellschaft erhält finanzielle Ressourcen, z.B. Verfügungsfonds, Förderprogramme
- Dialog: Stadtgesellschaft bringt Impulse und Ideen ein, z.B. Dialogangebote, Beteiligungsformate
Die Tool-Box – hier stellvertretend für den Innenstadtmorgen-Ansatz – steht nicht für sich, sondern ergänzt bestehende Aktions- und Handlungsansätze. Durch Innenstadtmorgen wird also eine Vielzahl an flankierenden Impulsmaßnahmen generiert, die mit der Stadtgesellschaft umgesetzt werden und die eine kurzfristige, abwechslungsreiche und oft temporäre Belebung der Aachener Innenstadt ermöglichen.
Die Tool-Box soll schrittweise um viele neue Mitmach-Möglichkeiten ergänzt werden. Ziel ist es, den Rahmen zum aktiven Mitmachen weiter auszubauen, um die Innenstadt im Sinne von Ermöglichungskultur und Koproduktion („Hand in Hand“) stetig lebendiger werden zu lassen. Dazu gehören auch eine Reihe konkreter Mitmach-Aktionen im öffentlichen Raum, die – abgeleitet aus Impulsen der Stadtgesellschaft – in besonders adressierten Themenfeldern sichtbare Veränderungen in der Innenstadt erzeugen.
Weitere Informationen: https://innenstadt-morgen.de/
16.09. – 10:20 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
Das Projekt SCHNITTSTELLEN – Kunst im öffentlichen Raum verbindet zeitgenössische Kunst mit kooperativer Stadtentwicklung, indem es junge künstlerische Positionen sichtbar in den Stadtraum Meißens integriert und damit neue Perspektiven auf Beteiligung, Raumaneignung und kulturelle Teilhabe eröffnet. Durch niederschwellige Vermittlungsangebote und die enge Zusammenarbeit zwischen Kunstverein, Stadtverwaltung und Nachwuchskuratorinnen wird Kunst zum Impulsgeber für eine lebendige, inklusive Stadtgestaltung.
Ausführliche Projektbeschreibung:
Mit SCHNITTSTELLEN wurde am 14. Juni 2025 eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum eröffnet, die in Kooperation zwischen dem Kunstverein Meißen und der Stadt Meißen im Rahmen des Meißner Kultursommers realisiert wird. Das Projekt macht zentrale Aspekte gelingender Stadtentwicklung sichtbar: Kollaboration, Beteiligung und kreative Raumerschließung.
Fünf künstlerische Positionen – allesamt junge Absolvent:innen sächsischer Kunsthochschulen – wurden von den Nachwuchskuratorinnen Luisa Müller und Felicitas Wenzel (TU Dresden) an verschiedenen Orten im Stadtraum sowie im Kunstverein präsentiert. Die Ausstellung schafft damit eine direkte Schnittstelle zwischen Stadtgesellschaft und Gegenwartskunst.
Die Besonderheit von SCHNITTSTELLEN liegt im niederschwelligen Zugang: Durch die gezielte Platzierung der Werke im öffentlichen Raum und die begleitenden Vermittlungsangebote wie kostenfreie Workshops und ein kuratierter Podcast werden auch Menschen erreicht, die klassischen Kulturinstitutionen fernstehen. Das Projekt fördert so nicht nur kulturelle Teilhabe, sondern auch die Auseinandersetzung mit relevanten gesellschaftlichen Themen im Stadtraum selbst – dort, wo Leben stattfindet.
Der Kunstverein agiert in diesem Konzept als zentrale Anlaufstelle und „Schnittstelle“: Hier erhalten Besuchende Informationen, vertiefende Einblicke und Begegnungsräume. Die Stationen im Stadtraum wiederum laden zur Bewegung ein, verbinden bekannte mit neuen Orten und aktivieren so einen erlebnisorientierten Stadtspaziergang. Kunst wird damit zum Werkzeug aktiver Stadtaneignung und Identifikation. SCHNITTSTELLEN ist auch organisatorisch ein Beispiel für erfolgreiche Kooperation:
Das Projekt wird nicht nur von der Stadt Meißen und mehreren Stiftungen gefördert, sondern auch durch die Kulturreferentin der Stadt, Sara Engelmann, kontinuierlich mitgestaltet. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Kunstverein und freier kuratorischer Nachwuchsszene zeigt, wie produktiv und nachhaltig künstlerische Projekte in die Stadtentwicklung eingebunden werden können. Durch die kreative Nutzung des öffentlichen Raums, neue Kooperationsmodelle und das gezielte Öffnen kultureller Prozesse leistet SCHNITTSTELLEN einen Beitrag zu einer inklusiven, lebendigen Stadtentwicklung. Das Projekt ist damit ein übertragbares Modell für andere Städte, die Kunst als Ressource für Kommunikation, Teilhabe und lokale Identifikation nutzen möchten.
Weitere Informationen: http://kunstverein-meissen.de/
16.09. – 11:15 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
Die Initiative allesBremen vernetzt seit 2022 erfolgreich die Bremer Stadtteile durch gemeinsame Kampagnen, Ressourcenteilung, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkformate, um Synergien zu nutzen und die Stadtteile als demokratische Möglichkeitsräume zu stärken. Als koordinierende Schnittstelle zwischen Stadtteilinitiativen, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft schafft sie Identifikation, stärkt die Kommunikation und gilt als beispielgebendes Modell kooperativer Stadtentwicklung.
Ausführliche Projektbeschreibung:
AllesBremen ist eine in Deutschland einzigartige Initiative: Kooperative Stadtentwicklung mit der Superkraft der Kollaboration ist genau das, was dieses Netzwerk beschreibt. Eine Instanz, die Interessen, Fokusthemen und Charakteristika der Bremer Stadtteile aus externer Perspektive begreift, koordiniert und nach außen sowie innen kommuniziert.
Ziel ist es, als vernetzende Stelle Synergien zu erkennen und Lösungen für Stadtteile zu entwickeln, um im vielseitigen Wandel der uns alle betrifft, bestmöglich zu agieren und mitzuwachsen. Zudem wird mit dieser Arbeit das Bewusstsein für Stadtteile als Identifikationsorte, demokratische Möglichkeitsräume durch zivilgesellschaftliche Teilhabe, und als Teil eines großen Ganzen geschärft. Die Stadtteilkoordination allesBremen schafft Verbindung wo sie benötigt wird, unterstützt mit stadtteilübergreifenden Maßnahmen, fördert Meinungsaustausch und verstärkt die Kommunikationskraft zu relevanten Themen.
Gegründet wurde das Netzwerk von Werbegemeinschaften, Interessengemeinschaften sowie Stadtteilmarketing- und Stadtteilmanagement-Initiativen. In enger Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bremen und gefördert durch die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, ist es fester Bestandteil der wirkungsvollen Bremer Initiativen.
Im Konkreten sehen die Arbeit und Ergebnisse der Stadtteilkoordination allesBremen wie folgt aus:
- Anschaffung gemeinsam genutzter Ressourcen wie zum Beispiel Veranstaltungstechnik oder –infrastruktur (Tontechnik, Zelte, Becher, Buden etc.), damit verbundene Kostenteilung
- Veranstaltungen, aktuelle Themen und gemeinsame Aktionen der Stadtteile auf Social Media und der Website in Blog-Format publizieren (@allesbremen, www.allesbremen.de)
- Unterstützung und Ergänzung bei der Content-Produktion: Kampagnen zu Stadtteilen in denen Akteur:innen und ihr Wirken vor Ort vorgestellt werden (Stadtteilmanager:innen, Stadtteilmarketing, Ortsamtsleitungen, Händler:innen etc.) und die die Besonderheiten des jeweiligen Stadtteils herausstellen, Interviews mit Bürger:innen etc.
- Stadtteilübergreifende Kampagnen (z.B. einheitliche Postkarten für jeden Stadtteil, Selfiespot, der durch die Stadtteile wandert, Goodies für Verlosungen auf Veranstaltungen etc.)
- Kommunikation mit den Bremer Pressestellen zu stadtteilübergreifenden Themen
- Planung und Durchführung übergeordneter Werbemaßnahmen mit regionalen Partnern
- Vernetzung durch digitale Kanäle für Erfahrungsaustausch und zum Bilden möglicher Synergien, gemeinsamer Zielsetzung sowie Ressourcennutzung
- Organisieren von Workshops, Netzwerktreffen und Delegationsreisen mit den Stadtteilinitiativen zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und für Wissensvermittlung miteinander und untereinander
- Bilden von Netzwerken mit weiteren regionalen Partnern (Gründungsberatung, Leerstandsmanagement, Tourismus, Digitalisierung, etc.)
Die Stadtteilkoordination allesBremen besteht seit Januar 2022 und hat seitdem einen wesentlichen Stellenwert als Schnittstelle zwischen den Stadtteilinitiativen, Bürger:innen, Politik, Handel, Wirtschaft und Kultur. Hier laufen die Themen zusammen und können effektiv und sinnbringend aufgearbeitet und nutzbar an die Stellen geleitet werden, an denen sie Wirkung zeigen. Das Modell hat sich etabliert und kann als erfolgreiches Praxisbeispiel für kooperative Stadtentwicklung genannt werden.
Weitere Informationen: https://allesbremen.de/
16.09. – 11:15 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
In Raesfeld-Erle baut die Bürgergenossenschaft Erle eG mit über 2.100 Mitgliedern und rund 2,1 Mio. Euro Eigenkapital gemeinschaftlich eine neue Dorfgastronomie namens „HUB Erle“, um einen zentralen Ort für Begegnung, Kultur und Zusammenhalt zu schaffen. Das genossenschaftlich organisierte Projekt ist Teil eines breiten Dorfentwicklungsprozesses, der durch starke Bürgerbeteiligung, lokales Engagement und ganz ohne öffentliche Fördermittel realisiert wird – ein echtes Leuchtturmprojekt ländlicher Mitmachkultur.
Andreas Grotendorst, Bürgergenossenschaft Erle eG & Oliver Göttlich, WINDOR GmbH
Ausführliche Projektbeschreibung:
Die Genossenschaft wurde gegründet, um im Dorf Raesfeld-Erle/NRW (3.500 Einwohner*innen) weiterhin eine Gastronomie/Dorfgemeinschaftshaus vor Ort zu haben. Der letzte verbliebene Wirt hatte seinen Rückzug angekündigt. Es war eine einzigartige Aktion, bei der ein Eigenkapital von ca. 2,1 Mio. EUR der rd. 2.100 Mitglieder*innen eingesammelt wurde. Mit diesem Geld wird der Neubau erstellt. Das Gebäude wird von der Genossenschaft dann an einen Betreiber verpachtet. Das Projekt ist durch die Initiative „Wir in Erle“, Teil des Ortsmarketings, entstanden, um der Dorfgemeinschaft einen zentralen Ort für Begegnung, Kultur und Miteinander zu schaffen.
Zahlen:
- Neubaukosten: rd. 3 Mio. €
- Baubeginn: 12/2024
- Richtfest: 05/2025
- Fertigstellung: 12/2025
- Nutzfläche: rd. 800 qm über 2 Etagen (Gastraum, Saal, „Brennereistübchen“ für Brennereiführungen der angrenzenden Kornbrennerei Böckenhoff)
Organisationsmodell:
Die im November 2020 gegründete Bürgergenossenschaft Erle eG setzt auf eine genossenschaftliche Struktur. Sie garantiert eine demokratische Mitbestimmung ihrer Mitglieder. Durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen kann sich jeder beteiligen und erhält somit ein Mitspracherecht. Die Grundlagen dieses transparenten Modells sind Selbstverantwortung, Ehrenamt und lokale Verankerung.
Finanzierungskonzept:
- 2,1 Millionen Euro Eigenkapital der rund 2.100 Mitglieder der Genossenschaft
- Vorsteuerabzug rund 480.000 Euro
- Darlehen von bis zu rund 500.000 Euro
Bürgerbeteiligung/-aktivierung:
Die Planung war Teil des kommunalen Prozesses zur Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes. Auch hier stand die Bürgerbeteiligung im Vordergrund. Gleichzeitig entstehen so ein Dorfplatz, die notwendigen Parkplätze und das Femeichen-Gelände (Naturerbedenkmal: 1000-jährige Eiche) wurde parkähnlich geschaffen. Die Bürgerbeteiligung in Erle ist insofern beispielhaft, dass das vom Gemeinderat verabschiedete Dorfentwicklungskonzept mit der Dorfgastro während des gesamten Entscheidungsprozesses in einem ständigen Wechselspiel zwischen Kommunalpolitik und genossenschaftlicher Mitbestimmung stand. Das Konzept wurde anschließend vom Gemeinderat und der Generalversammlung der Bürgergenossenschaft einstimmig verabschiedet. Diese Beteiligung sorgte für eine tiefe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Projekt. Während der Einwerbung der Genossenschaftsanteile hat auch der Ortsmarketingverein das Projekt immer wieder bei Veranstaltungen unterstützt. Darüber hinaus wurden gezielt Kompetenzen aus der Bevölkerung eingebunden – von Handwerkern bis hin zu Planern –, was nicht nur die Kosten senkte, sondern auch die Eigenverantwortung stärkte.
Schaffung von Gemeinschaftsanlässen:
Die Dorfgastronomie richtet sich an die Menschen in Erle und Umgebung, aber nicht nur: Auch der Ortsmarketingverein und die Gemeinde betrachten das Projekt als Teil ihrer Tourismusstrategie. Geplant sind unter anderem Kornbrennereiführungen mit Verköstigungen, Führungen und Femegerichtsverhandlungen durch den Heimatverein an der Femeiche sowie Besuche des Wasserschlosses Raesfeld mit dem Tiergarten. Der neue Name „HUB-Erle” (vgl. engl. hub: Knotenpunkt) steht für ein digitales Konzept, das über den reinen Gastronomiebetrieb hinausgeht und weitere Akteure einbezieht.
Einzigartigkeit des Projekts:
Es gibt zahlreiche gute Beispiele für den Betrieb von Dorfkneipen in Genossenschaftsform. Dass ein ganzes Dorf seine eigene Kneipe mit einem solchen Investitionsvolumen und einer solchen Eigenkapitalquote neu baut, ist jedoch einzigartig. Das Projekt wird ohne Fördergelder von Land, Bund oder EU finanziert. Die „Dividende” für den Genossenschaftsanteil besteht in der Bereitstellung der Infrastruktur in Form der „Dorfkneipe”. Aufgrund der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und der Inflation stand das Projekt mehrfach „auf der Kippe“. Letztendlich konnte es durch weitere Anteilszeichnungen und massive Kosteneinsparungen doch noch realisiert werden.
Weitere Informationen: https://www.wir-in-erle.de/
16.09. – 11:40 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
„Menden tanzt“ ist ein gemeinschaftliches Veranstaltungsformat des Stadtmarketings, das die Innenstadt mit Musik, Tanz, Lichtinstallationen und lokaler Gastronomie in eine lebendige Partymeile verwandelt und so das Gemeinschaftsgefühl sowie die wirtschaftliche Belebung stärkt. Durch enge Kooperation mit der Gastronomie, kreative Programmgestaltung und ein refinanzierendes Aktionskartensystem gelingt ein Erlebnis, das die Identifikation mit der Stadt fördert und überregional ausstrahlt.
Melanie Kersting & Marcel Popek, StadtMarketing Menden GmbH
Ausführliche Informationen:
„Menden tanzt“ ist ein lebendiges Veranstaltungsformat des Stadtmarketings Menden, das in 2025 zum zweiten Mal am Abend vor Christi Himmelfahrt stattgefunden hat. Ziel ist es, die Innenstadt von Menden in eine tanzende und feiernde Partymeile zu verwandeln. Dabei geht es nicht nur um Musik und Tanz, sondern auch darum, ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu schaffen, Menden als lebendige Stadt attraktiv zu machen und die lokale Gastronomie aktiv
einzubinden sowie wirtschaftlich zu stärken.
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und zieht sich durch verschiedene gastronomische Betriebe in der Innenstadt. Insgesamt zehn teilnehmende Lokale, darunter Kneipen, Bars und Restaurants, bieten ein vielseitiges Musikprogramm, das von Rock und Pop über TechHouse bis hin zu Schlager reicht. Sowohl Live-Bands als auch DJs treten auf und sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Während einige Künstler ihre Musik direkt in den Lokalen präsentieren, gibt es auch viele Acts im Außenbereich, wodurch die gesamte Innenstadt in Bewegung gerät.
Kooperation
Besonders hervorzuheben ist die enge Kooperation mit der Mendener Gastronomie. Die Betriebe koordinieren sich mit Unterstützung des StadtMarketing intensiv, um ein harmonisches Erlebnis für die Gäste zu schaffen – alles geht hier Hand in Hand - von der Musikauswahl über die kreative Dekoration bis hin zu den kleinen Überraschungen. Auch wenn alles in Abstimmung und gemeinschaftlich entwickelt wurde, haben wir als StadtMarketing – die Organisation und Umsetzung maßgeblich vorangetrieben. Diese Kooperation ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs, da sie nicht nur das Event selbst stärkt, sondern auch die Gastronomie als wichtigen Faktor für das städtische Leben in den Fokus rückt.
Finanzierung
Um die Veranstaltung zumindest in Teilen zu refinanzieren, setzt „Menden tanzt“ auf ein durchdachtes System: den Verkauf von Aktionskarten. Diese Karten kosten 10 Euro und beinhalten ein Begrüßungsgetränk in jedem der teilnehmenden Lokale. Wer alle zehn Stempel auf seiner Karte gesammelt hat, erhält ein weiteres Getränk seiner Wahl – ein Angebot, das einem Gesamtwert von mind. 25 Euro entspricht. Der Erlös der verkauften Karten geht zur Hälfte an die teilnehmende Gastronomie und zur Hälfte ans StadtMarketing für die Projektkosten. So refinanziert sich ein Teil des Events direkt über die Teilnehmer selbst, was nicht nur zur finanziellen Entlastung beiträgt, sondern auch den Anreiz erhöht, die verschiedenen Stationen zu besuchen und die Vielfalt der Mendener Gastronomie zu erleben.
Zusätzlich zu Musik und Getränken wird die Innenstadt durch unterhaltsame Walking Acts und stimmungsvolle Beleuchtung bereichert. Diese Elemente sorgen für Überraschungen und tragen dazu bei, dass das gesamte Stadtbild während des Events eine besondere Atmosphäre ausstrahlt. Ziel ist es, nicht nur den Gästen ein einmaliges Erlebnis zu bieten, sondern auch die Identifikation mit der Stadt zu stärken und Menden als lebendigen, gastfreundlichen Ort zu präsentieren.
Die positive Resonanz und die guten Besucherzahlen zeigen, dass das Konzept aufgeht. „Menden tanzt“ ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie gemeinsames Engagement unsere Stadt belebt und stärkt und steht somit exemplarisch für eine gelungene Symbiose aus kultureller Vielfalt, wirtschaftlicher Förderung und intensiver Kooperation - für ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.
16.09. – 11:40 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
Das LWL-Museum für Kunst und Kultur agiert seit Eröffnung des Neubaus 2014 in vielen Kooperationen als Partner für die Stadt Münster. Das Leitmotiv des Museums lautet „Offen“ und bedeutet, dass die Institution im Herzen der Stadt mit ihrem Programm aus Ausstellungen, Kunstvermittlung und Kulturprogramm die verschiedensten Bevölkerungsgruppen niedrigschwellig anspricht: zum Beispiel als öffentlicher Raum am „Langen Freitag“, als „Dritter Ort“ in der Innenstadt und als Austragungsort für wichtige Veranstaltungen, wie der Konferenz zum Westfälischen Frieden. Kooperationen mit der Stadt bei den Skulptur Projekten, mit der Universität, der Kunstakademie, dem Bistum Münster und anderen Institutionen ergänzen das Bild der Vernetzung und tragen zu seiner Ausstrahlung über die Grenzen der Region bei.
Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur
Weitere Informationen: https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/
16.09. – 12:05 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
Mit dem Instagram-Kanal @marburgliebe hat das Stadtmarketing Marburg eine reichweitenstarke Plattform für Events, Tipps und lokales Leben geschaffen – getragen durch digitale Kooperationen mit Handel, Kultur, Tourismus, Universität und Verwaltung. Herzstück sind sogenannte Collab-Postings, durch die sich Reichweiten bündeln, Arbeitsaufwand teilen lässt und reale Wirkung für Innenstadt, Wirtschaft und Gemeinschaft entsteht.
Luzie Marie Hegele & Lea Michel, Stadtmarketing Marburg e. V.
Ausführliche Projektbeschreibung:
Mit dem Instagram-Kanal @marburgliebe ist es dem Stadtmarketing Marburg gelungen, eine zentrale Plattform für Tipps, Events und Empfehlungen in der Stadt zu etablieren – und darüber hinaus ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Mit mittlerweile über 41 Tausend Followern wurde @marburgliebe so zur starken Marke und zum digitalen Sprachrohr für Handel, Kultur und alles, was Marburg ausmacht.
Eine Zutat des Erfolgsrezepts: Statt Einzelkommunikation setzen wir auf strategische Partnerschaften über Social Media – insbesondere durch sogenannte Collab-Postings, bei denen Inhalte von zwei bis fünf Accounts gleichzeitig veröffentlicht werden. So entsteht ein echter Mehrwert für alle Beteiligten: Reichweiten addieren sich, Zielgruppen überschneiden sich sinnvoll, und mit wenigen Klicks entstehen sichtbare Synergien, während man sich den Arbeitsaufwand aufteilt.
Die Auswahl unserer Kooperationspartner:innen ist so bunt wie Marburg selbst und bietet Inspiration für andere Städte:
- In Abstimmung mit der Stadtverwaltung begleiten wir Aktionen oder setzen gemeinsame Projekte um, wie Stadtentwicklungsmaßnahmen oder Veranstaltungs- und Mitmachformate.
- In enger Zusammenarbeit mit der Philipps-Universität Marburg veröffentlichen wir monatlich Straßenumfragen – mit Studierenden vor der Kamera und Themen zum (Studi-)Leben in Marburg.
- Mit Marburg Stadt und Land Tourismus setzen wir saisonale Kampagnen um, z. B. Ausflugstipps, die überregional für Besucher:innenimpulse sorgen.
- Auch Einzelhändler:innen und Gastronom:innen sind feste Partner:innen unserer Inhalte: In der Serie „LadenLieblinge“ geben wir inhabergeführten Läden eine Bühne, stellen Menschen hinter der Theke vor und stärken die lokale Wirtschaft – sichtbar, persönlich, charmant.
- Für einen frischen Zugang zu jüngeren Zielgruppen arbeiten wir zudem mit dem lokalen Meme-Account @marburgmemes zusammen – eine unkonventionelle, aber überaus wirkungsvolle Kooperation, die humorvoll das Stadtgeschehen kommentiert und hohe Reichweiten erzielt.
All diese Formate sind einfach skalierbar – auch für andere Städte: Die Umsetzung erfordert keine Budgets, sondern strategisches Denken, Vertrauen in die Partner:innen und ein gutes Gespür für digitale Kommunikation. Wichtig ist dabei vor allem eines: Die Auswahl der Partner:innen sollte zur jeweiligen Stadt und Kommunikationsstrategie passen. Reichweite ist kein Selbstzweck – sie muss zur Botschaft und Marke passen.
Unsere Ergebnisse zeigen: Digitale Kooperation erzeugt reale Wirkung. Veranstaltungen sind ausverkauft, der Einzelhandel berichtet von mehr Kundschaft, städtische Themen finden breitere Resonanz. Rückmeldungen der Beteiligten bestätigen, dass die gemeinsame Kommunikation Vertrauen schafft – und die Wirkung des Stadtmarketings langfristig stärkt.
Gerne würden wir bei der Deutschen Stadtmarketingbörse unsere Arbeitsweise vorstellen, unsere Best Practices zeigen und eine konkrete Anleitung zur Implementierung geben – von der technischen Umsetzung der Collab-Postings bis zur organisatorischen Einbettung über regelmäßige Abstimmungen mit unseren Partner:innen.
Weitere Informationen: https://www.instagram.com/marburgliebe/?hl=de
16.09. – 12:05 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
Das „Sheffield Inn“ bringt die Städtepartnerschaft näher und bietet vielfältige Veranstaltungen für die Europawochen. Das „Sheffield Inn“ soll zeigen, wie lebendig und wertvoll unsere Städtepartnerschaften und internationalen Vernetzungen sind. Über Grenzen hinweg finden Begegnungen und Austausche statt, Besucherinnen und Besucher lernen andere Sprachen, Kulturen und Sitten kennen und so werden schließlich auch Vorurteile ab- und Freundschaften aufgebaut.
Weitere Informationen: https://www.bochum.de/Die-Bochum-Strategie/Aktuelles-zur-Bochum-Strategie/Europawochen-2025-im--Sheffield-Inn-
16.09. – 13:40 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
Unter dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz“ ermitteln die Zentrenmanager*innen aus Soest, Lippstadt und Bad Sassendorf gemeinsam in Kooperation die Bedürfnisse junger Menschen in der Innenstadt – unter anderem mit digitalen Beteiligungstools und einem Minecraft-Städtebau-Spiel. Ziel ist es, auf Basis der Ergebnisse generationenübergreifende Dritte Orte zu entwickeln, die die Zentren langfristig beleben.
Weitere Informationen:
Diese Fragen stellen sich die Citymanager/innen von Soest/Lippstadt und Bad Sassendorf. Unterstütz von der IHK Südwestfalen und dem Stadtlabor Soest gehen die CM´s dieser Frage konkret auf der JuKiz am 28.06.25 in Bad Sassendorf nach. Mit Städtebau in Minecraft und digitalen Fragebögen für Kinder und Jugendliche wollen die CM´s die Bedarfe der Jugend ermitteln, um in den jeweiligen Zentren 3. Orte für die nächsten Generationen zu planen.
https://www.instagram.com/kreissoest/p/DHS25h-vFYA/
16.09. - 13:40 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
Bielefeld Marketing hat in einem langfristig angelegten, partizipativen Prozess die Stadtmarke, die lange als „graue Maus“ galt, strategisch neu positioniert – mit klarer Ausrichtung, authentischer Kommunikation und aktiver Einbindung der Stadtgesellschaft. Der Fokus liegt dabei auf nachhaltigem Engagement statt reiner Reichweite. So konnte ein stärkeres Wir-Gefühl und eine emotionale Identifikation mit der Stadt gefördert werden.
Kati Bölefahr & Marisa Kotthaus, Bielefeld Marketing GmbH
Ausführliche Projektbeschreibung
Die Stadtmarke Bielefeld als Gemeinschaftsprojekt
Bielefeld? War lange graue Maus. Image: ausbaufähig. Seit fast zehn Jahren aktiviert Bielefeld Marketing die Stadtmarke gemeinsam mit Bevölkerung und lokalen Akteur:innen – von Bevölkerung über Wirtschaft, Verwaltung, Hochschulen und vielen weiteren Interessensgruppen. Die Frage dabei: Kann man die Liebe zur eigenen Stadt gezielt wecken?
Stadtmarketing kann mit einer gezielten Strategie und authentischer Kommunikation das "Wir"-Gefühl stärken, Identifikation stiften und die emotionale Bindung an den Ort vertiefen. Dafür muss Markenarbeit vor allem mobilisieren. Denn eine starke Stadtmarke lebt davon, dass sie erlebt, geteilt und mitgestaltet wird – nach innen wie nach außen.
Im Vortrag geben Kati Bölefahr und Marisa Kotthaus Einblicke in die innovative strategische und operative Marken- und Netzwerkarbeit der „Bielefeld-Partner“ bei Bielefeld Marketing. Sie zeigt mit praktischen Beispielen auf, wie über Jahre hinweg ein partizipativer Prozess etabliert wurde, in dem Menschen zur Stadtmarke stehen – und sie selbstbewusst nach außen tragen. Die Erfahrungen aus Bielefeld sollen nicht als Werbeetikett zu verstehen sein, sondern als Beitrag und wirksames Instrument zur Stadtentwicklung.
Strategische Leitlinien auf dem Bielefelder Weg:
- Sichtbarkeit schaffen durch Fokussierung und Bündelung
- Mut zur Lücke: Konzentration auf das Wesentliche
- Impact vor Reichweite: Authentizität und Kreativität statt Lautstärke
- Bürger:innen als glaubwürdige Botschafter:innen
- Stringente Markenführung in Inhalt, Bild und Sprache
Ein ehrlicher Erfahrungsbericht über Stadtmarke als Möglichkeitsraum und auch über Reibungen, Grenzen und reale Wirkung – und darüber, ob aus Bielefeld eine echte Herzensangelegenheit wird.
Weitere Informationen: https://www.bielefeld-marketing.de/stadtmarke
16.09. – 14:05 Uhr – Experience Room 1 (Saal Neo)
Norderstedt Marketing e.V. setzt auf ein klar strukturiertes Kofinanzierungsmodell, bei dem jeder städtische Euro durch privatwirtschaftliche Mittel verdoppelt wird – als Grundlage für echte Kooperationsprojekte statt reiner Sponsoringmodelle. Als plattformorientiertes Stadtmarketing initiiert der Verein gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vielfältige Impulsformate – von Hochschulwettbewerben bis hin zu Wirtschaftsevents und Projekten für eine faire Stadtmarke.
Marie-Kathrin Weidner, Norderstedt Marketing e.V. und Philip Leuchtenberger, Leuchtenberger Automotive Consulting GmbH
Ausführliche Projektbeschreibung:
Norderstedt Marketing e.V. - Kooperation, Kofinanzierung, Impulse für die Stadt
- Finanzierung: 50 % aus städtischen Mitteln (inkl. Mitgliedsbeiträge von Stadt und städtischen Gesellschaften), 50 % aus privatwirtschaftlichen Quellen
- Ziel: Jeder Euro aus der Stadt wird durch privatwirtschaftliche Mittel verdoppelt
- Mitgliederorientiert und zugleich gesamtstädtisch denkend – wir initiieren Projekte für Mitglieder und Stadtgesellschaft
- Zusammenarbeit als Prinzip: keine reinen Sponsoringmodelle, sondern echte Kooperationsprojekte
- Beispiele:
- Großes Wirtschaftsevent mit IHK zu Lübeck – gemeinsames Programm, Gästeliste, Referenten
- Fairer Stadtkaffee & Stadtschokolade – Projekt mit Stabsstelle Nachhaltigkeit und Weltladen
- Hochschulwettbewerb mit FH Wedel – neue Impulse für faire Stadtmarke
- Forum-Formate zu aktuellen Themen – z. B. Bildungshaus als neuer „Dritter Ort“, gemeinsam mit Stadt und Kulturamt
- Haltung: Stadtmarketing muss Plattform sein – für Netzwerke, neue Ideen, Kooperationen und konkrete Umsetzung
16.09. – 14:05 Uhr – Experience Room 2 (Roter Saal)
Die Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH entwickelt derzeit im Citymanagement die Gründungsförderung als ressortübergreifendes Querschnittthema weiter, orientiert am „Customer Journey Modell“, um Gründende in allen Phasen bestmöglich zu unterstützen. Gemeinsam mit relevanten Fachbereichen und Institutionen sollen konkrete Leitlinien und neue Unterstützungsangebote entlang der Gründungsreise geschaffen werden – ein erster Arbeitsbericht steht bereit, konkrete Ergebnisse werden bis September erwartet.
Carina Killer, Esslinger Stadtmarketing & Tourismus GmbH
Ausführliche Projektbeschreibung:
Aktuell arbeiten wir seitens der Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH im Fachbereich Citymanagement daran, die Gründungsförderung in Esslingen als „Querschnittthema“ ressortübergreifend weiterzuentwickeln. Ziel ist es, das aus dem Tourismus bekannte „Customer Journey Modell“ zu übertragen, um Gründenden und Gründungsinteressierten in allen Phasen der Gründung das bestmögliche Unterstützungsangebot anbieten zu können. Hierbei arbeiten wir eng mit den Fachbereichen zusammen, mit denen Gründende Schnittmengen haben und häufig auch an erste bürokratische Grenzen kommen (u.a. Baurechtsamt und Ordnungsamt, aber auch IHK usw.). Neben klaren Leitlinien („das wird für eine Gründung in Esslingen benötigt“) möchten wir in den unterschiedlichen Phasen und Touchpoints einer Gründung, weitere Anreize und Unterstützungsmöglichkeiten (u.a. baurechtl. Beratung, Mietkostenzuschuss) zusammen mit den anderen Ressorts und Institutionen erarbeiten. Da dieses Projekt aktuell erst anläuft, können wir einen „Arbeitsbericht“ liefern und hoffen, dass wir bis September schon einige Schritte weiter sind.

Wir hoffen, Ihnen hat die Show LUMINISCENCE gefallen.
LUMINISCENCE ist eine immersive Kunstinstallation die Licht, Musik und Sprache vereint. Für jeden neuen Ort wird eine neue Show produziert. Die Veranstaltungen können erst nach Sonnenuntergang stattfinden und sie werden so geplant, dass der übliche Ablauf in der Kirche nicht gestört wird. Aufgrund der aufwendigen Planungen und Installationen benötigen wir eine Spielzeit von 3-4 Monaten (je nach Jahreszeit), mit Veranstaltungen von Mittwoch bis Sonntag.
LUMINISCENCE ist immer auf der Suche nach neuen Kirchenräumen. Für weitere Informationen steht Ihnen der Veranstaltungsleiter von Luminiscence, Markus Steeger, gerne zur Verfügung. (mobil 0171 3007711 oder markus.steeger@brainpool-live.de)
Verzeichnis der Fachausteller
AVS Abrechnungs- und Verwaltungs-Systeme GmbH
bliggit GmbH
cityvent – die Event-App für Städte & Kommunen
click around GmbH
Consel Group AG
DEINE STADT LEBT
Ebeling Licht GmbH
First Christmas GmbH
Fjord Hütten GmbH
Flower and Shower GmbH
hystreet.com
ICE WORLD
Kerler GmbH
Livable Cities
Local to go GmbH
MITUNSKANNMAN.REDEN. GmbH & Co. K
Mk Illumination Handels GmbH
Nordflair Events
Paul Lange & Co. OHG
Renner Digital GbR
Simpli Citycard
Stadtguthaben
Stickerfreunde
Tobit Laboratories AG
Trade in Time
Visual Creation GmbH & Co.KG
WKS Solutions GmbH
Zmyle GmbH
Teilnehmer:innen
Hier finden Sie die Teilnehmerliste zum DownloadWir sehen uns beim Deutschen Stadtmarketingtag 2026 vom 03.05.–05.05. in Frankfurt am Main


















